Europacup Wörgl (03.06.2015 – 05.06.2015)

Handballmarathon (29.05.2015 – 30.05.2015)
30. Mai 2015
ÖSTM Bahn, Obergrafendorf (13.06.2015 – 14.06.2015)
14. Juni 2015

Ein kleines Jubiläum durften die Sportfreunde aus Wörgl feiern, es war bereits die 10. Austragung des Internationalen Kriteriums, zum vierten Mal bereits war man Station des European Inline Cup.

Die Starterfelder konnten sich sehen lassen, prominente Weltklasse-Skater hier fallen mir Brittany Bowe, Manon Kaminga, der überragende Joey Mantia, Elton de Souza oder Olympiasieger Michel Mulder als erste ein, treffen auf die kommende Weltklasse wie zum Beispiel die beiden Franzosen Doucelin Pedicone und Valentin Thiebault, die Portugiesin Carolina Ferreira oder auch unser heimisches Aushängeschild Vanessa Bittner. Unfair, hier einzelne zu nennen, wenn Wörgl auch schon mehr Starter hatte, das Niveau war heuer wieder einmal hoch wie nie zuvor.

Sehen lassen konnte sich auch unser Starterfeld, Maria Schein und Tanja Wachswender in den Vereinsfarben des SC-Highlanders, die highlandischen Landeskader-Fahrer Kathi Thien und Lukas Schwaiger im Dress des Nationalteams und die Zeltweger Jenny und Kevin Pesendorfer, ebenfalls in den Nationalfarben. Unterstützt und leistbar gemacht wurde die Reise vom Steirischen Rollsportverband.

Wie ist es uns ergangen? Rundum gut. Maria, geradeeinmal ein bissi mehr als ein Jahr im Verein und erst im „hohen“ Alter von 16 Jahren auf schnellen Rollen begonnen traut sich hier im EC mitzufahren und kehrt ohne äusserlich erkennbares Schockerlebnis zurück. Maria, ich gratuliere dir zu deinem Mut und freue mich über deine Freude am Skaten. Genauso freu ich mich über die Tanja, die eine richtige Institution geworden ist. Bei jedem Training dabei – bei jedem Rennen dabei. Sportlich hat’s diesmal nicht geklappt, aaaaber die Tanja hat an diesem Wochenende die aus meiner Sicht wichtigste Aufgabe übernommen, nämlich das Abholen der Startnummern. Ich gebe es zu, ich hätte es nicht geschafft mich eine halbe Stunde anzustellen, weil Neurosen und so (Monck lässt grüssen).

„Hans-Peter, was ist wenn die ….. vor mir ist, wenn ich nicht schneller als …. bin, wenn ich nicht in die nächste Runde komme, wenn ….“. „Hans-Peter, meine Füssen haben zugemacht, meine Schulter ist taub, mein Joghurt ist abgelaufen, die Franzosen sind hübsch, alle Anderen sind Viecher, …“ Ich kann es mir noch so vornehmen, ruhig zu bleiben, die Kathi schafft es garantiert dass ich mehrmals pro Stunde an so einem Wochenende die Fassung samt Nerven verliere. Und sportlich? Viel besser hätt’s nicht laufen können. Kathi schafft es über 500m nicht nur das erste Mal seit Menschengedenken nicht disqualifiziert zu werden, sondern läuft im Viertelfinale in 48,876sek persönliche Bestzeit und belegt Rang 15, das gleiche Kunststück gelingt ihr auch über 1.000m, hier läuft sie im Vorlauf in 1:36,203 eine sensationelle PersBest und kommt auch hier bis in’s Viertelfinale und belegt Rang 15, nicht ganz so perfekt geht das Punkterennen (Rang 19) sehrwohl jedoch die abschliessende 6.000m-Elimination. Kathi fährt ein ruhiges, gutes, fast perfektes Rennen und belegt Rang 14. In der Endabrechnung gibt’s den 15. Gesamtrang unter 31 starken Cadettinnen.

Wie eröffnet der Lukas ein Rennwochenende? Im Normalfall mit einem Totalabsturz. Diesmal nicht ganz so, sondern nur fast. Die 45,002 über 500m vergessen wir ganz schnell weil da waren wir vor 2 Jahren schon schneller. Aber dann. 1.000m Vorlauf, Lukas verbessert seine PersBest um ganze 2 sek auf 1:25,631 (bereits hier schnellste steirische Zeit ever) und zieht als einziger Österreicher in’s Semifinale ein. Dort kann er sich in einem extrem schnellen Rennen nochmals verbessern und verpasst trotz einer PersBest von 1:25,149 ganz knapp das Finale. Eine Bombenleistung, die ihm Rang 9 einbringt (seine dritte TopTen-Paltzierung im EC nach Rang 4 über 500m und Rang 7 über 1.000m in Szeged 2014). Gutgelaunt und übermotiviert geht Lukas in’s 5.000m-Punkterennen und kostet dort die wiedergefundene Geschwindigkeit so richtig aus, geht zwischenzeitlich in Führung und ist dann natürlich am Ende nicht mehr dabei (Rang 27). Anders im Eliminationsrennen über 11.250m (…), da fährt Lukas in einem Hochgeschwindigkeitsrennen hochdiszipliniert bis zu seinem Ausscheiden auf Rang 20 gelegen (bester Österreicher), was ihm nicht nur Lob sondern sondern auch die Nominierung in die Ö-Nationalteam-Staffel einbringt.

Was für die Tagesplanung schlecht war (Heimfahrt mittags war der Plan) entpuppt sich als tolle Entscheidung der Nationaltrainerin Nadja. Die Staffel Amort/Hauer/Schwaiger harmoniert, läuft gutes Tempo, qualifiziert sich für’s Finale und belegt dort sensationell Rang 3. Das war der würdige Abschluss eines echt geilen Wochenendes.

Die Laufzeiten von Kathi und Lukas sollte man auch in Relation zu den Temperaturen an diesem Wochenende sehen, 32 Grad Celsius waren schon grenzlastig.

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