Flanders Grand Prix Zandvoorde, Belgien (15.08.2014 – 17.08.2014)

ÖSTM und ÖM Neunkirchen (09.08.2014 – 10.08.2014)
10. August 2014
Kids Cup Ost und StM, Zeltweg (23.08.2014)
23. August 2014

592 StarterInnen aus 22 Nationen aus 4 Kontinenten welche 224 Rennen an 3 Tagen bestreiten, den Flanders Gran Prix muss man einmal gesehen haben.

Wir, das waren die Racer Kathi, Philipp, Lukas und die Fans Andrea, Regina, Uwe und der Betreuer Hans-Peter waren nun bereits das zweite Mal dabei. Für heuer zumindest soll dies auch unsere letzte Europacup-Station gewesen sein.

Beginnen wir mit dem Wesentlichen, den Rennen also. Sehr viele Gedanken im Vorfeld dieser Veranstaltung hat sich unser jüngster Teilnehmer Philipp über seine sechs zu fahrenden Distanzen gemacht. Allesamt Langstrecken von 600 bis 2000m, für den sprintstarken 10-jährigen nicht gerade sein Lieblings- betätigungsfeld. 35 Burschen bei den Pupillen-Boys haben sich schliesslich getraut und Philipp hat hier seine -aus meiner Sicht- bisher reifste Leistung gezeigt, gerade auf der längsten Distanz lange unter den ersten Zehn und am Ende auf Rang 14, und auch auf den anderen Distanzen immer dort wo die Entscheidungen stattfinden mit dabei. Rang 14 wird’s am Ende auch in der Gesamtwertung, das Wichtigste war aber der Lernprozess (das gilt für alle Starter dieser Altersklasse), in einem großen Starterfeld alle Distanzen abslovieren zu können. Auf Vorläufe wurde hier ja in den jungen Altersklassen gänzlich verzichtet, wäre toll wenn dies alle EC-Veranstalter so praktizieren würden. Auf Rang 28 in dieser Altersklasse finden wir Garcia Izan de Pablos vom Verein Rivas Ingravity aus dem spanischen Madrid. Warum erzähle ich das? Weil Garcia und Philipp ganz im Stile von Fussball-Pro’s nach dem letzten Rennen ihre Trikot-Hosen getauscht haben. Nicht im High-Dress sondern im Rennanzug der Österr. Nationalmannschaft durfte Kathi in der Cadetten-Klasse an den Start gehen da im Rahmen des Flanders Grand Prix diese Altersklasse eine „European Challange“ als Ersatz für die abgesagte Cadetten-EM gefahren ist. Kathi platziert sich über 500, 3000 und 5000m auf den Rängen 34, 29 und 24 wobei das Highlight sicher Rang 13 im Vorlauf der 5000EL waren, 12 kamen hier in’s Finale. Am Ende gab’s für Kathi den guten Gesamtrang 30 unter 53 gestarteten Cadettinnen, ein Ergebnis welches vor allem aus dem Umstand dass Kathi fast direkt aus einem 3-wöchigen Sprach- und LifeStyle-Trainingslager in Malta angereist ist, doch recht erstaunlich ist. Bleibt Lukas bei den Junioren B. So richtig ist der Lukas dieses Wochenende nicht in die Gänge gekommen. Ein wetterbedingt verschobener 300er und fehlende Einfahrzeiten auf der Bahn quittiert Lukas mit einem recht verhauten Punkterennen (Rang 38) und versäumt missverständnisbedingt seinen Start im 1000MS. Besser läuft es in der 10000EL mit Rang 30 und einem guten 300EZ in 28,64s. Das 30000m-Strassenrennen, der „Prix Ludo Matthieu“, ausgetragen im Zentrum von Zandvoorde war zwar ein echtes Highlight für die Zuschauer an diesem Wochenende, für Lukas (gleich wie für die meisten JunB) war’s aber nach rund einem Drittel der Distanz vorbei zumal alle Rennläufer hinter dem Hauptfeld unmittelbar aus dem Rennen genommen wurden. Im abschliessenden 3000MS war die Luft dann doch merklich draussen.

Ansonsten gab’s sehr schlechtes und kühles Wetter, viele Verschiebungen, lange Renntage auf einer tollen Anlage. Die Veranstaltung samt Drumherum war perfektest organisiert, die Helferlein vom Veranstalter-Verein Zwanties Rollerclub Zandvoorde wieder sehr professionell und sehr freundlich. Insgesamt haben doch beachtliche 11 ÖsterreicherInnen teilgenommen, aber auch 22 Inder, 1 Weissrusse, 1 Israeli. Die meisten Starter kamen aus dem benachbarten Holland (187), die eindrucksvollsten Leistungen (das ist jetzt sehr subjektiv) sind mir bei den französischen Cadetten, bei der sensationellen deutschen B-Juniorin Larissa Gaiser, natürlich beim Powerslide- Testimonial Bart Swings und beim belgischen Pupillen-Mädchen Fran Vanhoutte aufgefallen (die ist in 10 Jahren Europameisterin, ich leg mich mal fest). Kurios: Kaum gute Zeiten wurden auf der WM- und Weltrekord-Bahn von 2013 erzielt. Ob das mit der kühlen Witterung oder vielleicht damit zusammenhängt, dass die Vesmaco-Beschichtung nach 2 Saisonen vielleicht schon Substanz gelassen hat, vermag ich nicht zu beurteilen.

Belgien war echt eine Reise wert.

Fotos: http://fotos.sc-highlanders.com/?/category/a20140815
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