ÖSTM Wörgl (24.05.2014 – 25.05.2014)

Lukas Schwaiger bei den Rollsporttagen Gera (16.05.2014 – 18.5.2014)
18. Mai 2014
Europacup Szeged (29.05.2014 – 01.06.2014)
1. Juni 2014

Ganz klein und ganz fein war unsere heurige Delegation bei den ÖSTM/ÖM in Wörgl.

Fangen wir bei mir an: Ich war zum genau 25ten Mal in Wörgl. Wenn man bedenkt, dass ich u.a. nur viermal in Lignano, einmal auf Cuba, nie in New York war……… dafür dreimal in Lafnitztal und sechsmal in Zöbern, naja.

Zum ersten Mal in Wörgl war die Maria, die hat auf uns aufgepasst, die Rennen auf sich wirken lassen, Latein gelernt (…) und unsere Runde entscheident aufgewertet. Irgendwie drückt mich das schlechte Gewissen.

Weiters mit im Verbund der Senior Andi, Tanja, Kathi, Lukas, Philipp, Fabian und als allereinzigste Mama/Papa die Janka, und selbst die hat sich zurückgehalten. Angenehm, sehr angenehm, bitte weiter so mit der Zurückhaltung, liebe Eltern. Extrem angenehm war die Handy-Abstinenz der Kinder, die nicht nur im Zelt sondern auch bei den gemeinsamen Abendessen perfekt funktioniert hat. Eltern nehmt euch ein Beispiel (oder auch nicht)! Sehr highlandisch war diesmal auch die Zusammensetzung der Kampfrichtermannschaft, Karin und Wolfgang Wachswender haben ihre Premiere bei ÖSTM super (denk ich) absolviert. Vielen Dank an dieser Stelle stellvertretend für alle Rollsportler, die ja schliesslich alle auf die Existenz von Kampfrichtern angewiesen sind.

Das Rennwochenende hat mit einer angenehmen Anfahrt im mietkostenfrei vom Sportamt der Stadt Graz zur Verfügung gestellten 9-Sitzer begonnen. Erste Station in Wörgl war die Bahn, auf der wir uns in wirklich angenehmster, guter Stimmung eingerollt und eingefahren haben. „300EZ-Start mit dem rechten Fuß vorne“ war das tragende Thema des Abends und damit sind wir bereits bei den Protagonisten der ÖM. Wenn man -so wie ich- die ganze Vorwoche das Privileg hatte, sich mit Kathi und Lukas auf die ungewohnte Startposition in Wörgl vorbereiten zu dürfen, dann wusste man dass da nicht viel schiefgehen kann. Fangen wir mit Kathi an, am 03.05.2014 im holländischen Heerde pers. Bestzeit über 300 in 32,52s, am 10.05.2014 im slowenischen Kranj pers. Best. in 31,63s am Vorabend der ÖM von mir handgestoppte 30,74s und im Wettkampf am 24.05.2014 hier in Wörgl schliesslich 30,39s. Wo führt die Reise hin? Kathi ist Kadettin, wenn man bedenkt dass auf der selben Bahn im Jahr 2009 Martina Fedl 30,03s zum Ö-Staatsmeistertitel gereicht haben, dann könnte man mit ein wenig Fantasie unterstellen, dass zumindest die highlandische Rekordzeit unmittelbar vor der Knackung steht. Damit das Wochenende ja nicht spannungs- und tränenfrei verläuft, hat die Kathi einen grottenschlechten 1.000er mit theatralischer Selbstaufgabe hinknallen müssen, sich aber wenig später mit einem guten Punkterennen und einer erfolgreichen Suche nach der eigenen Belastungsgrenze rehabilitiert. Eine topmotiviert und gut gefahrene Elimination am Schlusstag hat der Kathi ihre zweite Bronzene bei diesen ÖM eingebracht. 35,23s (!) als pers. Best. über 300EZ im Jahr 2011, 32,23s im italienischen Noale 2012, 29,51s bei ÖM Wörgl 2013, schliesslich am 10.05.2014 in Kranj pers.Best in 28.32s und bei den ÖM hier in Wörgl nun 27,57s. Keine Ahnung wo diese Reise hinführt, aber Lukas hat seine 300er-Zeit also in weniger als drei Jahren um über 25% nach unten gedrückt, war schnellster Steirer des Tages und wurde dafür mit nicht erwartetem Silber belohnt. Die 1.000m der Junioren B wären hier eine eigene Geschichte wert und haben mich das ganze Wochenende beschäftigt (ohne dass ich Schuldzuweisungen in irgendwelcher Form treffen will) weil blöder kann’s nicht laufen. Nur soviel dazu: Nach einer Nacht drüber schlafen hätte ich das Erstergebnis nicht beeinsprucht. Über 5.000P und 15.000EL stellt Lukas in recht beeindruckender Manier das unter Beweis, was in Gera begonnen hat, nämlich viel Mut und wenig Respekt vor großen Feldern und Distanzen, viel Energierverschwendung aber auch recht viel Tempo-Härte. Silber und Bronze gab’s auf den Langstrecken. Wir kommen zu den engsten Duellen des Wochenendes und zwar zwischen Philipp und Fabian. Philipp 4 Tausendstel vor Fabian über 300, Fabian 29 Hundertstel vor Philipp über 500 und den Paarlauf über 1.500 gewinnt wiederum Philipp 1,7sek vor Fabian. Gratulation an die frisch gebackenen Österr. Meister. Jede Serie geht einmal zu Ende. Seit Anfang 2012 war Philipp im RGWL ungeschlagen, hat zweieinhalb Jahre bzw 7 Rennen lang jeden RGWL auf Platz 1 beendet. Diesmal gab’s 3 Strafsekunden für eine zu spät vollzogene Wende und damit Silber, Fabian holt hier Bronze. Bleiben noch die beiden kleinsten Starter, Tanja und Andi. Tanja entwickelt sich gut hin in Richtung Kurzstrecke, da fehlt auf die AK-Kolleginnen kaum was, die Langstrecke mag sie (verständlicherweise) gar nicht. Am RGWL schliesslich, und das freut mich besonders, ist die Tanja ganz hervorragend. Einmal Silber und zweimal Bronze gibt’s am Ende. Andi seinerseits hat das Maximum herausgeholt und 4 Goldene geholt. Bemerkenswert seine technischen Fähigkeiten, wenn er in einem Rennen mal nicht unter Druck steht. Toll anzusehen die taktischen Vorhaben in den Mastersrennen, egal ob sie nun funktionieren oder nicht. Und dann waren da noch Staffeln. Die StRSV-Staffel Möth/Pesendorfer/Singer wird disqualifiziert, die StRSV-Aktiven-Staffel Schwaiger/Woisinger/Wutte holt Bronze in einem sensationellen Rennen.

Jede Menge Medaillen, oder? Hier die Bilanz (Gold/Silber/Bronze) verbunden mit einem Rückblick:

2014: 7/7/6
2013: 2/5/3
2012: 1/2/8
2011: 2/1/4
2010: 8/7/12
2009: 4/2/17
2008: 5/9/6
2007: 5/4/7
2006: 0/5/15

Es waren also die zweiterfolgreichsten Staatsmeisterschaften auf der Bahn in 20 Jahren Highlander-Geschichte. Gesamt gesehen steigt das Niveau kontinuierlich, die Teilnehmerzahlen stagnieren. Das Drumherum, die Infrastruktur war super wie immer.

Fotos: http://fotos.sc-highlanders.com/?/cat…
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