„4 Fragen an…“: Constanze Recke
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Outdoor – Training in Eibiswald
20. Februar 2007

Reinfried, dein Sturz auf Fuerteventura hat eine komplizierte Operation nach sich gezogen.
Auch an dich die Frage: Wie verläuft der Heilungsprozess?

Reinfried Pilgram:
Bis Donnerstag (11.01.07, Anm.) war ich sehr optimistisch. Seither plagen mich heftige Schmerzen in der operierten Hand. Mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln und Antibiotika versuchen wir nun bis Samstag (20.01.07, Anm.) die Entzündung des Gewebes um einen Nagel und das Fieber in den Griff zu bekommen, da ein Eindringen von Keimen in die Knochen fatal wäre. Ich war wohl wieder mal ein wenig zu ungeduldig!

 

 

Mit dem Jahr 2007 gehst du in deine 32.(!) Rennsaison. Woher nimmst du alljährlich deine neuerliche Motivation?

Reinfried Pilgram:
Es macht mir von Jahr zu Jahr mehr Spass und ich glaube auch, dass ich leistungsmässig den Zenit noch lange nicht erreicht habe. Beim Speedskaten steh´ ich ohnehin erst ganz am Beginn und beim Skirollerlaufen kann ich sehr viel von euch Profiskatern lernen und von eurer Technik profitieren (soferne es mir in den nächsten 30 Jahren gelingt, zumindest einige Elemente der Speedskatingtechnik zu erlernen).
Wolfis Meinung, dass man sich mit der Skirollertechnik (also zuviel Skirollertraining) die Skatingtechnik kaputt macht, stimmt nicht. Ich laufe auch beim Skirollern mit falscher, veralteter Technik und zwar schon mindestens 15 Jahre. Beim Videozeitlupenstudium bei einem Trainingslager mit dem Deutschen und Italienischen Nationalteam wurde mir bereits 1989 nicht nur einmal gesagt, ich solle mir doch vorstellen, nach vorne abzudrücken (damit der Abdruck dann tatsächlich zur Seite geht); Nur die Skilangläufer, die meist mit schwereren und langsamen Geräten ein Kraftausdauertraining absolvieren, laufen anders.

 

 

Auf Schirollern gehörst du nach wie vor zur österreichischen Spitze.
Welche Rollsportdisziplin wirst du 2007 forcieren?

Reinfried Pilgram:
Ich möchte zumindest bei den Rennen des Vorjahres in beiden Disziplinen wieder starten und meine Zeiten gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. In Zöbern werde ich aber, schon wegen der neuen, nicht mehr so gefährlichen Streckenführung im Skirollerbewerb starten, soferne dann die operierte Hand schmerzfrei belastbar ist. Dazu kommen noch zwei Skirollerklassiker in Italien.

 

 

In deinem Umfeld wimmelt es immer von jugendlichen Sportlern. Bewegungstalente wie beispielsweise Markus Hödl haben durch dich den Weg zum Rollsport gefunden.
Versuchst du weiterhin, den Verein mit obersteirischem Nachwuchs zu versorgen?

Reinfried Pilgram:
Natürlich werde ich das tun, mal sehen, ob bei meinen Studentinnen ebenso Speedskate-Talente zu finden sind.