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Schön war´s. Kurz war´s.
Ich weiß jetzt gar nicht, wo ich anfangen soll, so viel ist da in kurzer Zeit passiert.
Von Steffi habe ich den Auftrag erhalten, alles ganz genau und minutiös zu schildern.
Da bin ich zwar mangels funktionierendem Gedächtnis eigentlich der Falsche dafür, aber
ich werde mich bemühen.
Begonnen hat die Reise -um ganz genau zu sein- bereits am Freitag, 26.03.2010, da ist
der Reinfried samt Sohn Christoph und Freunden von Leoben nach Wien gefahren und weiter
nach Berlin geflogen, ich selbst bin von Graz nach Klagenfurt gefahren und ebenfalls nach
Berlin geflogen. Dort haben haben wir uns ein ausgiebiges Kultur- und (auch) Sportwochenende
gegönnt. Mit "und (auch) Sportwochenende" ist der Vattenfall-Halbmarathon gemeint, den der
Reinfried und ich als Saisonauftakt auf Rollen genutzt haben. Hervorzuheben ist Reinfrieds
hervorragender Rang 45 unter 725 Startern der Amateurklasse, Sohn Christoph war mit einer
unglaublichen Zeit von 1:25 Std bei den Läufern ebenfalls top.
Frühmorgens am Montag, 29.03.2010 bin ich dann nach Klagenfurt zurückgeflogen und wurde
bereits am Flughafen von Daniela, Martina, Steffi willkommen geheissen um nach kurzem
Umpacken die gemeinsame Reise nach Marina di Grosseto anzutreten. 700km lang ging alles gut,
aber dann......"Hans-Peter, mir is schlecht!" hat jemand von rechts hinten gerufen und das "t" von
"schlecht" war noch nicht ausgesprochen, ist uns der Spritzwurf auch schon um die Ohren geflogen.
Nach einer halben Stunde auto- und menschenreinigen mit eingeschalteter Warnblinkanlage am
Pannenstreifen der Schnellstraße Sienna-Grosseto haben wir die Fahrt gutgelaunt fortgesetzt.
Angekommen in Marina gab´s die erste Überraschung: Die gebuchten Appartements waren nicht
die üblichen Bruchbuden, sondern nagelneu, schön und funktionell eingerichtet, mit Flieswasser welches
wirklich dort herausrinnt wo es soll und nicht dort wo es die Schwerkraft hinzwingt.
Die Residenza Mediterraneo kann wirklich nur weiterempfohlen werden.
Nachdem unseren Berliner Trainingspartnern der Bus eingegangen war, hatten wir den Dienstag noch
zur freien (Trainings-)Verfügung und haben den Tag mit Waldlauf und Imitation am Vormittag und einer
Ausfahrt am Nachmittag genutzt. Am Abend sind dann tatsächlich Jakobine, Jana, Steffi, Albrecht, Viktor,
Till, Tim, Felix, Kolia, Etienne, Mathias, Paul aus Berlin eingetroffen und am Mittwoch ging´s nach
Andre´s Plan im geliebten und gehassten Speedodrom in Grosseto so richtig los. Nach rund 20 Minuten
durfte ich aus dem Munde der begeisterten Steffi den Satz: "Is des geil, do foar i nächstes Jahr wieder her!"
vernehmen. Ich könnte mich nicht erinnern, dieses Zitat ein zweites Mal von Steffi in dieser Woche gehört
zu haben....
Am Nachmittag die erste echte Schrecksekunde: Martina wird beim Ultimate Frisbee exakt in Augenhöhe
getroffen und geht in die Knie. Mein erster Gedanke "Wo ist eigentlich das nächste Krankenhaus?" war zum
Glück überhastet gedacht. Riesen- Riesen- Riesenglück, dass da nicht mehr passiert ist, hat im ersten
Moment ganz furchtbar ausgesehen. Übrigens: Ehre, wem Ehre gebührt, Ultimate Frisbee wurde bei einem
Trainingslager im Jahre 2006 von Martina und Conny eingeführt und ist seither ein fixer Bestandteil im
Trainingsprogramm der Berliner Trainingsgruppe rund um Andre Unterdörfel.
Am Donnerstag war abermals der Strand von Marina der Schauplatz einer beinharten Einheit, "Sprungviereck"
ist der Name dieser unterdörfel´schen Kreation, welche eine intensive Mischung aus Imitation und Sprungkraft
ist. Am Nachmittag wurden uns bei einer GA-Ausfahrt die eigenen Grenzen aufgezeigt, die daraus resultierende
gedämpfte Stimmung haben wir erfolgreich mit einem Abendausflug in´s wunderschöne Castiglione della Piscaia
bekämpft. Endlich am Freitag durften wir den ganzen Tag auf die Bahn. "Scheibenspiel" war das Stich- und Reizwort,
ein tolles, einfaches, Rennsituationen simulierendes Ein- und Ausfahrspiel. 60 min Hockey zu Mittag und
10 x 400m am Nachmittags waren die weiteren Highlights des Tages. Beim Scheibenspiel am Samstag auf der Bahn
und am Infield konnte man bei Daniela und Steffi nach nur einem Tag bereits klare Fortschritte in puncto Aktivität
erkennen. Eine 20min-Staffel im Infield hat diese Supereinheit abgerundet. Am Nachmittag gab´s noch Ultimate
Rugby am Strand ...... und das war´s dann leider schon. Die Sonntag-Vormittag-Technik-Einheit ist leider dem
einsetzenden Regen zum Opfer gefallen.
Natürlich haben wir nicht nur trainiert. Dinge wie Pizza, Strand, Eis, (Bier) gehören zu Italien einfach dazu.
Gesellschaftliche Höhepunkte waren vor Allem die selbst gekochten Mittagessen, persönliche Höhepunkte
-das betrifft nur mich- der täglich notwendige Mittagschlaf, für die Mädels sicherlich das Uno-Spiel, welches
unter reger Berliner Beteiligung stattgefunden hat.
Die Rückfahrt ist wieder fast problemlos verlaufen, bis auf........genau, bis auf einen bereits bekannten Warnruf,
diesmal in Höhe von Arnoldstein gerufen: "Hans-Peter, mir is schlecht!" Diesmal war ich in der Lage, schneller
stehen zu bleiben und die Spachtelmasse ist in der Wiese und nicht im Auto gelandet.
Steffi, hab´ ich wohl nichts wichtiges vergessen?
Fazit: Es war eine Super-Woche.
Text: Hans-Peter
Fotos: Martina, Daniela KLICK!
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