ÖSTM Bahn Wörgl 27.06-28.06.2026

Staatsmeisterehrung Konstantin Reichart
6. Juli 2026
Staatsmeisterehrung Konstantin Reichart
6. Juli 2026

ÖSTM Bahn Wörgl, 27.06.-28.06.2026

Ein besonderes Ereignis.

Also grundsätzlich sind ÖM immer ein besonderes Ereignis, sie sind in Bezug auf unseren Nachwuchs Jahr

für Jahr der Bezugspunkt schlechthin für die Überprüfung der individuellen Entwicklung und der Entwicklung

im Vergleich. Besonders war es auch immer nach Wörgl zu reisen, weil es schliesslich die erste Wettkampf-

taugliche Bahn in Österreich war. Ich denke, 2005 haben die ersten ÖM hier stattgefunden.

Die ÖM 2026 hat viele StarterInnen und gute schnelle Starterfelder bei den Großen gebracht, die Zusammenlegung

Youth bis Aktive bei den Staatsmeister-Entscheidungen hat hohes Niveau erzeugt. Hoch – Stichwort, das waren

auch die Temperaturen, was den Veranstalter-Verein zur Entscheidung „Beginn Samstag 17.00“ veranlasst hat.

Grundsätzlich eine sehr gute Entscheidung. Die verzögerte Zeitnehmung hat den Samstag zwar lange werden

lassen, vor Müdigkeit heulende Kinder habe ich aber nicht erkannt, dauernörglende Erwachsene sehr wohl.

Unsere Mannschaft hat sich sehr gut geschlagen.

Darina und Ying Ying in der AK11/12 haben viel Renn-Verständnis, sehr engagiert gefahrene Rennen, viel

Aufnahme-Fähigkeit für taktische Anweisungen gezeigt, sind mehrheitlich auf´s Podium gefahren und haben sich

die Silber- und Bronzemedaillen schwesterlich geteilt. Tan hat sich wirklich bemüht, ist im Punkterennen (5.) nahe

an´s Podium gefahren, in Bezug auf Medaillen leer ausgegangen. Erik hätte sich aufgrund seines Ehrgeiz und

aufgrund seiner ambitionierten Fahrweise zumindest einen Meistertitel verdient, am Ende darf er aber auf 2

Silberne und zwei Bronzemedaillen sehr stolz sein. Valentina profitiert von den hohen Geschwindigkeiten in den

zusammengelegten Staatsmeisterrennen, präsendiert sich hier richtig gut, platziert sich immer rundum Platz 5

und braucht nicht mehr viel um sich bei der Europameisterschaft dort zu platzieren wo sie hingehört. Ich bin mit

Valentina immer kritisch, diesmal war aber ich mit ihr mehr zufrieden als sie mit sich selbst. In der Youth holt sie

sich 1 Silber und 3 Bronze. Heinz hat nach langer Zeit mit Gerald W einen ebenbürtigen Gegner. Erstaunlich dass

man in der AK50/59 mit 48,794 über 500 nicht haushoch überlegen gewinnt sondern sich Silber holt. Heinz hat

sich seine Meistertitel dann eben auf den 3 restlichen Distanzen geholt. Bleibt Konsti. Die reelle Chance auf einen

Staatsmeistertitel habe ich, haben wir (no na) über 500 gesehen und nicht umgesetzt, wobei ich über das Nicht-

Zustandekommen hier schon eine Geschichte erzählen könnte. Ich erspare das dem Sportler und mir.

In der Elimination war die Chance erhofft, aber nicht erwartet nach 9.400m da. Es hat aber nicht sein sollen,

obwohl ich mich, obwohl wir uns in die Sache verbissen haben. Staatsmeister-Silber und -Bronze sowie 1 Gold

und 3 Silber bei den Junioren stehen am Ende zu Buche. Tanja und Verena schliesslich haben das Starterfeld

der Aktiven Damen aufgewertet, waren chancenlos, machen aber Fortschritte und sind recht gut unterwegs

gewesen. Ich habe selten eine so gute Mannschaft des SC-Highlanders betreuen dürfen wie diesmal.

Warum war das diesmal so?

Wie immer die reine Medaillen-Bilanz im Zeichen der Zeit:

2026: 4/11/9

2025: 9/6/2

2024: 0/1/6

2023: 9/10/6

2022: 6/10/9

2021: 10/9/5

2020: 0/8/2

2019: 4/8/11

2018: 8/10/4

2017: 3/14/2

2016: 10/9/1

2015: 8/7/4

2014: 7/7/6

2013: 2/5/3

2012: 1/2/8

2011: 2/1/4

2010: 8/7/12

2009: 4/2/17

2008: 5/9/6

2007: 5/4/7

2006: 0/5/15

Eine Zwischenbilanz nach einem Jahr Bahn-Training sollte ich hier zwar nicht ziehen, ich tue es dennoch.

Bei den Jüngeren entwickeln sich Gleitfähigkeiten anders und besser als in den Jahrzehnten davor. Die

Riesen-Lücken die zwischen Valentina und unseren AK11/12-LäuferInnen klaffen und die Lücken die sich

ab der kleinen AK11/12-Mannschaft hin zu den Jüngsten im Verein aufgetan haben, die werden wir erst nach

Jahren der Arbeit schliessen können.

Andi hat in seiner Funktion als Spartenleiter an den Siegerehrungen mitgewirkt und mit dem EM-Kader

die Abschlussgespräche geführt. Anke war nicht nur als Schlachtenbummler dabei, sondern hat uns auch

bekocht.

Und vielleicht noch ein paar Worte in eigener Sache.

Ich denke das war das 50. Ereignis zu dem ich nach Wörgl gefahren bin. Ich war hier in vielen Rennen noch

selbst aktiv (mit sehr überschaubarem Erfolg) am Werk, ich habe unzählige Male tolle und nicht so tolle

Mannschaften des SC-Highlanders coachen dürfen, ich war bei der grandiosen EM 2015 als Zuschauer dabei.

Ich habe mich hier darüber gefreut als die erste Generation des Highlander-Nachwuchs erstmals so aufgetreten

ist, als ob ich das Training ein bissi richtig machen würde und ich war hier erstaunt, was ich imstande bin aus

unserem Lukas herauszuholen. Meine Tätigkeit hat mich während dutzender Einsätze durch halb Europa geführt

und es hat mir in Wirklichkeit überall gefallen. Das Eliminationsrennen der Aktiven Herren am 28.06.2026 war also nun das

letzte Rennen das ich nach 19 Jahren Trainer-Tätigkeit beim großartigen SC-Highlanders coachen durfte.

Ich bedanke mich bei Allen, denen ich im Zuge dieser genialen Aufgabe begegnet bin, ganz herzlich. Ich habe ganz

viel lernen und ganz viel erfahren dürfen.

Text: Hans-Peter

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